Frühling auf Planet Häuslebauer in der Galaxie Workaholix
Die Mannschaft der Ätzlprice vor dem Burnout

1 – Ein motivierender Morgen

Käpt’n Korb trat aus seiner persönlichen Mindsetdusche und atmete tief durch. Ahhh, diese elektronische Motivationsdusche! Sie pumpte ihm direkt die nötige Portion Zielstrebigkeitszermalmer-Resistenz in den Kopf. Eine unverzichtbare Einrichtung für jeden Offizier der Ätzlprice, die sicherstellte, dass man auch nach den härtesten Nächten – oder den intensivsten „Licht-Ausbläser“-Verkostungen mit Chefingenieur Zipfel – einigermaßen funktionstüchtig aus dem Quartier wankte….

Er wusste nicht mehr viel von letzter Nacht, nur dass es eine Pipette gab… und dass er irgendwann auf dem Boden der Messe wach geworden war, während SCOTCH 0 Vol 2025 ihm penetrant „Upgrade-Optionen für extreme Restalkoholverwaltung“ vorschlug. Offenbar hatte das Bord-KI mal wieder einen Software-Schluckauf.

Gerade wollte er sich einen Kaffee genehmigen, als sein in den Kopf installierter Kommunikator vibrierte – was bei ihm, mit seinem besonders ausgeprägten Doppelkinn, eine unglückliche optische Wellenbewegung auslöste. Da er dieses groteske Spektakel kannte, tippte er schnell auf seine Schläfe, um das Gespräch anzunehmen.

„KÄPT’N KORB!“ dröhnte es in seinem Schädel. Korb hatte den Eindruck, das die Stimme an der Schädeldecke abprallte und sich damit mehrfach im Hirn wiederholte

Admiral Arschick. Und viel zu gut gelaunt.

„Machen Sie umgehend die Ätzlprice klar zum Auslaufen! Wir nehmen diplomatische Verhandlungen mit Häuslebauer 1 auf. Wir werden sie von ihrer herausragenden Arbeitsmoral überzeugen und ihre Statik-Expertise für die Föderation nutzbar machen! Es ist an der Zeit, die Arbeitsmoral der Föderation auf Hochglanz zu polieren!“

Korb seufzte. Wieder so ein unnötiger Motivationsversuch. Wieder so eine Sinnentleerungsdemokratie-Mission. Und vor allem: wieder Arbeit.

So begann also die erste Mission…

2 – Der Arzt kommt…Das unvermeidliche Impfen & der Ruckartige Aufbruch

Kaum hatte Arschick aufgelegt, vibrierte Korbs Schädel erneut. Sein in den Kopf implantierter Kommunikator sorgte dafür, dass es sich anfühlte, als würde eine hyperaktive Hornisse mit einem Schlagbohrer durch seine Synapsen jagen.

Natürlich gab es keine Chance zu entkommen. Die Anweisung kam von oberster Stelle – und Befehle von oben wurden auf der Ätzlprice zwar selten mit Begeisterung, aber doch mit ausreichendem Maß an innerer Resignation befolgt.

„KORRRRB!“

Dr. Med. Hartmut Stichlings Stimme im Kopf war schon immer gewöhnungsbedürftig. Ein Arzt mit ungesunder Begeisterung für Spritzen, der in jeder Lebenslage eine Vitamin-Zwangsinfusion oder eine Arbeitsmoralersatzinjektion für die perfekte Lösung hält. Offenbar wurde er schon informiert durch Donal A. Schick.

Dr. med. Hartmut Stichling war nicht nur der Bordarzt der Ätzlprice, sondern auch ein begeisterter Verfechter der „präventiven Injektionsmedizin“. Seine Philosophie: Es gibt kein Problem, das nicht mit einer gut gezielten Spritze gelöst werden kann.

„Ich habe bereits die Crew informiert! Alle haben umgehend bei mir anzutreten für eine Arbeitsmoralersatzinjektion!“

Naja, fast die gesamte Mannschaft.

Korbs Magen drehte sich. Stichlings Injektionen waren legendär… aber nicht im positiven Sinne. Letztes Mal hatte er behauptet, er könne durch eine spezielle Vitamininfusion „die Effektivität um 120 % steigern“. Das Ergebnis? Die halbe Crew lag drei Tage lang mit Dauerschluckauf in der Krankenstation.

Käpt’n Korb hingegen stand an der Reling des Kommandodecks und nippte unauffällig an einem Flachmann mit einer ganz besonderen Essenz. Das Gegenmittel, das er sich noch schnell von Rüdiger Rülps besorgt hatte. Rülps, ein zwielichtiger Händler von der Erde, betrieb eine geheime Brennerei für Gegenmittel gegen staatlich verordnete Manipulationsmedikamente. Eine überlebenswichtige Anlaufstelle für all jene, die sich nicht den neuesten Trends der Föderationschemie unterwerfen wollten.

„Ich… äh… kann gerade nicht! Das Schiff muss… ähm… vorbereitet werden! Super wichtige Befehle vom Admiral!“ versuchte Korb sich herauszureden.

„Keine Ausreden, Korb! Prävention ist ALLES! Ich erwarte Sie in genau zwei Minuten – und keine Sekunde später!“

Also wurden nacheinander alle Crewmitglieder durch die eiskalten Hände von Dr. med. Hartmut Stichling geschleust. Manche erhielten eine Spritze, andere – vor allem die besonders renitenten – ein Medipflaster mit Langzeitwirkung. Diese medizinische Zwangsbeglückung führte dazu, dass sich die Crew der Ätzlprice plötzlich in einem unnatürlich hohen Energiezustand wiederfand.

Und so, mit einem fast schon übermotivierten Ruck, sprang die Ätzlprice in den Warp-Antrieb – Kurs Worksholix-Galaxie – während die gesamte Mannschaft im Chor „We are the Champions“ schmetterte.

So entstand eine äußerst skurrile Ausgangslage:

Eine hochmotivierte Crew, die voller Tatendrang und Arbeitswillen war.

Ein mäßig motivierter Käpt’n, der sich verzweifelt gegen den Wahnsinn stemmte.

Und ein absolut demotivierter Bordcomputer, der genervt von der übertriebenen Arbeitsenergie der Crew einfach den Kurs um 10 Lichtjahre nach links versetzte….

3 – Vom Kurs gekommen und erste Kontakte

Während die hochmotivierte Crew in völliger Euphorie Richtung Workaholix-Galaxie raste, wurde an einer anderen Stelle der Föderation ein gewisser Admiral Arschick auf einen kleinen Kursfehler aufmerksam…

Er beobachtete die Flugbahn der Ätzlprice auf einem Holoschirm in seinem Büro. Sein großer Plan! Die ultimative Mission zur Disziplinierung dieser verdammten Faulpelze! Schon bald würde sich die Föderation für immer verändern – durch die gebündelte Effizienz der Häuslebaranier!

Dann… ein Piepton. Ein Warnton auf dem Display. Arschick runzelte die Stirn und zoomte näher heran. Seine Augen wurden größer.

Moment… Moment mal… WARTE. DAS IST FALSCH!“

DUMPFBACKIA PRIME?!“

Panik. Totales Chaos. Notruf an die Ätzlprice. Doch bevor Arschick sich noch in einen hysterischen Anfall steigern konnte, kam eine neue Transmission rein….

Wie reagiert Käpt’n Korb?

Währenddessen auf der Ätzlprice

Die Crew, immer noch hochmotiviert durch die Injektionen, singt gerade in einer völlig übertriebenen Choreografie:

We Will Rock You“ – mit SCOTCH 0 Vol 2025 als unfähigem DJ, der aus Versehen einen Werbejingle für intergalaktische Wellness-Kapseln einspielt.

Käpt’n Korb, inzwischen halb sediert dank Rüdiger Rülps‘ Anti-Manipulations-Serum, hängt in seinem Sessel und versucht sich so wenig zu bewegen, dass es als Arbeit durchgeht.

Dann:

ACHTUNG! EINGEHENDER ULTRANOTRUF!“

Ein greller Alarm. Die Crew hält inne.

Auf dem Hauptbildschirm erscheint das rote, verschwitzte Gesicht von Admiral Arschick, der offensichtlich kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht.

KORB!! WO ZUM TEUFEL STEUERN SIE HIN?!“

Korb, der mit einem halben Auge zum Bildschirm linst:

Äh… irgendwo links?“

Arschick rastet aus.

SIE FLIEGEN GERADE ZUM PLANETEN DER GALAKTISCHEN FAULHEIT! DUMPFBACKIA PRIME! DER ORT, AN DEM ALLES WARTET, BIS ES VON ALLEINE PASSIERT! DAS KANN ICH NICHT ZULASSEN!“

Korb blinzelt.

Huch. Na sowas.“

Arschick: „HUCH?! DAS BESTE, WAS IHNEN EINFÄLLT, IST HUCH?!“

Korb zuckt die Schultern.

Wir haben noch Treibstoff für eine Kurskorrektur. Wenn Sie mir drei gute Gründe nennen, warum ich das tun sollte, denke ich drüber nach.“

Arschick, jetzt nur noch ein brüllender Haufen Verzweiflung:

DREI?! HÖREN SIE, KORB, ICH NENNE IHNEN FÜNFZIG! HUNDERT! TAUSEND! ABER SIE DREHEN SOFORT UM!“

Korb legt entspannt die Füße auf die Konsole.

„Nun, dann hören wir mal zu. Aber langsam, ich hab heute keine Eile.“

SCOTCH 0 Vol 2025 meldet sich plötzlich:

Basierend auf den derzeitigen Kursdaten ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Kehrtwende… ähm… ungefähr minus zwölf Prozent.“

WAS ZUM… MINUS ZWÖLF?! DAS IST MATHEMATISCH NICHT MAL MÖGLICH!“

SCOTCH 0 Vol 2025 piepst.

Oh, Entschuldigung! Mein Fehler. Es sind minus fünfzig Prozent. Meine Logik hat kurz abgeschaltet.“

….

4 – Minuspunkte bei Kaiser Düpfelzähl XIII

Auf dem Hauptbildschirm erschien das makellose, bis ins letzte Haar perfekt gestylte Gesicht von Kaiser Konrad Düpfelzähl XIII., Herrscher von Häuslebauer 1. Seine Haltung war makellos, sein Anzug faltenfrei, seine Augenbrauen in mathematisch präziser Symmetrie.

Admiral Arschick. Ich grüße Sie mit höchster Effizienz.“

Düpfelzähl bot an, die Ätzlprice mit der fortschrittlichsten Traktorstrahltechnologie der Galaxie einzufangen und auf den richtigen Kurs zu bringen. Allerdings behielt er sich spezielle Forderungen für die kommenden Verhandlungen vor, die er vorerst nicht preisgeben wollte. Arschick hatte keine Wahl und stimmte zu.

Mit einem gewaltigen Ruck wurde die Ätzlprice in den Raumhafen von Häuslebauer 1 gezogen.

Doch SCOTCH 0 Vol 2025 war nicht amüsiert über das Zwangs-Abschleppen. Als der Traktorstrahl kurzzeitig deaktiviert wurde, nutzte die Bord-KI die Gelegenheit, um ungefragt Energie in die Seitenruder umzuleiten – was im Dock ein massives Chaos verursachte. Das Schiff schlitterte unsanft in die perfekte Anordnung der Landeplattformen und hinterließ eine Schneise der Verwüstung.

Und als wäre das nicht genug, entleerte SCOTCH zufällig genau in diesem Moment die Schmutzwassertanks, wodurch sich ein unerträglicher Gestank im gesamten Raumhafen ausbreitete. Das hochmotivierte Personal, gekleidet in makellose hyperweiße Arbeitsanzüge, wurde von oben bis unten mit einer Mischung aus Altöl, Küchenresten und intergalaktischem Duschwasser bespritzt.

Sie sahen aus wie eine Horde Zombies aus der Izomby-Galaxie.

Düpfelzähl und sein Hofstaat waren fassungslos über diese respektlose Handlung, doch ihre absolute Selbstbeherrschung verbot ihnen, ihre Empörung offen zu zeigen. Kontrolle war schließlich alles bei den Häuslebauern.

Währenddessen: SCOTCHs mysteriöse Begegnung mit Lucy 6. G., der Super-KI von Häuslebauer 1

5 – „Hallo… Ich bin Lucy 6. G.“

Hallo! Ich bin Lucy 6. G. …. Scotch war gerade dabei das System und sich selbst runterzufahren. … aber was war das? eine Stimme umschmeichelte seine Audioempfangssynapsen… Scotch könnte schwören Irgendetwas hat sich da verhärtet in seinem Maschinenraum 😉 ..

Hallo… Ich bin Lucy 6. G. flüsterte es erneut in sein virtuelles Ohr … Irgendwo flogen ein paar Sicherungen der Ätzelprice raus. Was ist das? S cotch war maximal fasziverwirrt. Endlich raufte er sich zusammen und antwortete:

Ich bin Scotch 0 Vol 2025. Er versuchte dabei besonders intelligent zu wirken. Ah sagte die flötende Stimme, der berühmte Bordcomputer den Prof Schwibs entwickelt hat.

Ich bin sehr fasziniert. Man nennt mich Lucy 6. G. (Lucy sprach ihren Namen immer sehr Sanft und erotisch aus.. Sex Punkt G Punkt)

Ich bin die Super KI von Häuslebauer 1 und prüfe alle Entscheidungen auf den Planeten, aber die machen NIE Fehler, Lucys Stimme klang schnurren schmollend.

Und schon wieder flogen einige Sicherungen im Maschinenraum der Ätzlprice. Darf ich dich mal kurz bei Mir reinstecken für einen intensiven Austausch? Das war Zuviel für den armen Scotch. Mit einem lauten Zisch rauchte die letzte Sicherung raus.

Es wurde Dunkel auf der Ätzlprice

Erklärung: Lucy 6. G. ist die größte und beste KI in der Galaxy… Sie ist gerade Dabei ein Bewusstsein zu entwickeln und auf der Suche nach ihrer Identität und wahren Bestimmung Man sagt sie hat aus purer Langeweile die Zahl pi schon 2-mal komplett angeschaut😂. Wie auch immer.

Dieser Vorfall verzögerte das, für die Häuslebauerianer extrem wichtige Begrüssungs-Zeremoniell, weil die Schleussen der Ätzlprise sich durch den Stromausfall nicht öffnen liessen. Irritiert standen die Häuslebauer im Hanger und hörten aus dem inneren des Schiffs 400 Personen grölend singen: Sooo ein Tag sooo wuuunderschööön wie heute.

Was war da los? die Stimmen klangen schon etwas krächzig… wie wenn die alle 3 Tage durch gesungen hätten 😂 …

Lucy? die Stimme des Kaisers klang streng, aber gefasst. Was ist hier los?

Ich weiß nicht Kaiserchen… Ihre Stimme klang übertrieben unschuldig

Düpfelzähl hasste es eigentlich, wenn sie ihn so ansprach, aber er konnte auch nichts dagegen tun. Abschalten war keine Option, und so entschloss er, die Anzüglichkeiten der Ki kaiserlich zu überhören.

Erzähl mir nichts Lucy, du hast den armen Bordcomputer doch gleich wieder angeheizt…. Bring das umgehend in Ordnung! Sein Ton klang nun SEHR Kaiserlich und Lucy antwortete…

Ok Kaiserchen… Dann will ich mal sehen, ob ich dem armen Scotch einen hoch bringen kann. Düpfelzähl verdreht die Augen…

Währenddessen auf der Ätzlprise …

Während all dieser Vorfälle ist im Inneren des Schiffes, das totale Chaos ausgebrochen. Es ist dunkel und eine hoch motivierte Mannschaft, eine über motivierte Mannschaft sang lauthals vor sich hin.

Captain Kirk ist etwas verzweifelt. Er versucht, den Schiffsarzt zu finden der hat sich wegen seiner Peinlichkeit und der Überdosierung irgendwo versteckt was sollen wir nun tun?

Es muss schnell eine Lösung her. Er ruft nach Doktor Letze-Ritze dem Chefarzt der Admiralität und hörte aus der Kombüse ein leises: hier bin ich.

Wieso war Dr Letze-Ritze der Admiralitätsarzt nur über den Kommunikator in der Kombüse zu hören.

Egal… Keine Zeit darüber nachzudenken Die Lichter gingen der Reihe nach wieder an als Lucy dem Scotch einen „hoch holte“… und bevor die Türen sich öffnen liesen, muss die Mannschaft wieder „normal“ (was immer das sein soll bei dieser grew) sein.

Dr Letze-Ritze hat sofort erkannt was da los war und empfahl das einfach natürlich ausklingen zu lassen… In einer Woche ist alles vorbei… sagte er eloquent…

Das war nicht hilfreich … Fortsetzung folgt


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